Trekking

Gipfelsteigen am Hochfelln

Die 2.Etappe vom Salzalpensteig liegt nun hinter uns. Was sind Luna und ich heute gelaufen. Mir qualmen noch immer die Füße 🤣 und Luna liegt auch im Zelt und pennt schon.

Nachdem wir heute morgen in Bergen los sind, ging es erstmal zur Seilbahn. Luna und ich wollten den Weg zum Hochfelln ein wenig verkürzen. So entschieden wir uns mit der Seilbahn bis zur Mittelstation zu fahren und von dort aus dann auf den Hochfelln zu laufen. Gerade in dieser Situation habe ich Luna mal wieder bewundert. Während andere Hunde in der Seilbahn Krach machten, weil es denen einfach zu ungewohnt und zu eng war, legte sich Luna in die Ecke und wartete geduldig bis wir wieder aussteigen konnten. Ich könnte sie einfach nur knutschen 😚

Von der Mittelstation ging es dann an 2 Almhütten vorbei, wo schon mächtig der Bär steppte. Während im Hintergrund noch die Musik der Liveband zu hören war, kamen wir schon an einer Kuhweide vorbei und wieder standen die Kühe auf dem Weg. Ich hab immer noch Bammel mit Luna da lang zu gehen, aber Luna nimmt mir echt meine Nervosität. Sie läuft an den Kühen vorbei als hätte sie von Harry Potter den Tarnumhang geklaut 😂 Und zu Hause wird jede Kuh angebellt und geärgert. Ich glaub sie merkt einfach dass das nicht ihre heimischen Kühe sind, die sie ärgern darf! 🤗

An der Wiese vorbei hatte ich nun einen guten Blick auf das, was wir die nächsten 2 Stunden vor uns hatten. Ein schmaler Pfad, teilweise nur Platz für einen, schlängelte sich bis hoch auf den Hochfelln. Ein wenig hat mich der Weg an Schottland erinnert, genauer gesagt an den Stac Polly im Norden Schottlands, denn auch hier mussten wir damals solche Wege hochlaufen. Ihr könnt euch echt nicht vorstellen, wie anstrengend teilweise dieser Weg zum Hochfelln war. Gerade an solchen Punkten merke ich, das ich keine normale Tagesstrecke mit 3-4 Kilo laufe, sondern mit ca. 15 Kilo auf dem Rücken. Aber all dieser Schmerz in den Knochen, all die vergossenen Schweißperlen und das innerliche Jammern und Selbstbemitleiden sind vergessen, wenn man oben steht und einfach nur diese Aussicht genießen kann! Gerade wenn man da oben steht und in die Ferne blickt, merkt man erst wie klein und nichtig man doch ist. Einfach nur wunderschön!

Nachdem wir am Berg noch eine Brotzeit mitgenommen haben (für Luna gab’s gleich 4 Wiener und für mich nur ein olles Käsebrot) ging es den selben Weg wieder zurück bis kurz vor die Mittelstation der Seilbahn. Nun folgten wir durch Wald und Wiesen den Schildern bis nach Ruhpolding. Leider konnten wir aufgrund einer gesperrten Brücke nicht den eigentlichen Wanderweg laufen, sondern mussten auf der Straße laufen. Dies war leider nicht sehr schön, ließ sich aber nicht ändern. Mittlerweile taten mir aber auch schon ganz schön die Füße weh und Luna hatte auch keine Lust mehr. Dadurch zogen sich die letzten Kilometer bis Ruhpolding wie Kaugummi und irgendwie wollte dieser Weg auch nicht enden. Doch letztendlich haben wir es geschafft; das heutige Etappenziel Ruhpolding empfing uns bei bestem Wetter! Ich glaube meinen Job als Regenmacher kann ich wieder beiseite schieben 🤣 aber ich will es nicht beschreien. Mal schauen wie es morgen wird! Ihr dürft gespannt sein 🙂

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