Trekking

Und nach dem Jakobsweg?

Und nach dem Jakobsweg?
Ja was ist eigentlich danach? Lebt man das Leben weiter wie es vorher war?

Ganz ehrlich?! Das kann man nicht. Der Weg verändert einen; du bekommst ganz andere Sichtweisen, dein Alltag verändert sich – du veränderst dich! Bist du bereit den Jakobsweg zu laufen, bist du auch bereit dein altes Ich ein Stück weit aufzugeben. Du bist bereit für ein neues Ich. Der Weg verlangt dir so viel ab, er raubt dir all deine Energie, lässt dich an dir zweifeln und treibt dich auch ein Stück weit an deine Grenzen. Doch zeitgleich ist der Weg auch deine Tankstelle. Er lädt dich wieder auf, gibt dir Kraft für deinen neuen Weg – der so viel anstrengender sein wird. Ich befinde mich auch gerade auf diesen Weg nach dem Weg. Er ist noch etwas steinig und etwas holprig. Tief in mir drinnen weiß ich aber, das es sich lohnt.

Ich habe mein Job aufgegeben, habe mich im privaten Umfeld von manchen Dingen distanziert und habe neue Sachen angefangen. All das war es mir wert!

Doch noch immer stellt sich die Frage – und nach dem Jakobsweg?

Wie heißt es so schön?! Nach dem Jakobsweg ist vor dem Jakobsweg. In letzter Zeit habe ich viel über unsere Reisen 2017 nachgedacht, stand doch eigentlich Norwegen schon so gut wie fest. Aber irgendwas hat mich gestört. Es fühlte sich einfach nicht richtig an nach Norwegen zu reisen und den Olavsweg zu laufen. Also wurde der Weg kurzerhand aus meinem Reiseplan 2017 gestrichen. Doch neue Wege tun sich gerade auf. Zur Zeit geistert der South West Coast Path in Südengland in meinem Kopf herum und setzt sich immer mehr fest.  Ich will nicht ausschließen, das sich das noch mal ändert, man weiß ja nie 😉 Vielleicht wird es auch eine Alpenüberquerung? Würde mich ja auch reizen. Doch da habe ich ehrlich gesagt noch ein bisschen Schiss vor. Vielleicht nächstes Jahr.  😉

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Doch eine Reise ist schon in Stein gemeißelt. Über Ostern werde ich ein Teil des Mosel-Caminos laufen. Los geht das Ganze an Karfreitag ab Koblenz. Vorgenommen habe ich mir für 4 Tage ca. 100 Kilometer. Genau planen werde ich die Reise, wie schon den Camino Frances, nicht. Zu sehr würde ich mich darauf versteifen, die Etappen einzuhalten. Also lasse ich alles auf mich und Luna zu kommen und wir werden sehen, wie weit wir kommen werden. Natürlich lasse ich euch wieder an dieser „Kurzreise“ teilhaben. Über Himmelfahrt steht dann schon die nächste Tour an. Die verrate ich aber noch nicht 😉 Soll ja noch ein bisschen spannend bleiben.

Neben den ganzen Tourenvorbereitungen bin ich auch zur Zeit am Aufstocken meiner Ausrüstung. So muss ein neues Zelt her, das alte Zelt vom letzten Jahr ist mir für das Wetter im nördlichen Europa einfach nicht stabil genug. Hier lege ich nun mehr Wert auf gute Qualität, doch Qualität wiegt auch meist gleich mehr. Ein gutes Zwischending ist nicht so einfach zu finden, wie gedacht und gehofft.  Leider muss auch der leichte Schlafsack vom Camino Frances einem Wärmeren weichen. Nächste Woche geht es daher mal ganz kurzentschlossen gemeinsam mit Luna nach Hamburg. Hier wird die Globetrotter-Filiale auf den Kopf gestellt und wir werden sehen ob das richtige dabei ist.

4 thoughts on “Und nach dem Jakobsweg?”

  1. Ich werde im April zum Camino Frances aufbrechen und freue mich auch schon auf den Weg nach dem Weg! Es klingt sehr spannend, was du hier schreibst. Von meinem persönlichen Weg werde ich hier auch etwas berichten.

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